Unseren Import von Erzeugnissen aus dem Weinbau verstehen

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie ein Import von Wein abläuft und welche Rahmenbedingungen dafür vorherrschen? Ja? Dann sollten Sie sich diesen Artikel hier durchlesen.

Was ist bei einem Wein-Import zu beachten?

Grundsätzlich ist die Einführung von unseren Weinen aus sogenannten “Drittländern” kein Hexenwerk, doch gibt es natürlich auch hier einige Dinge zu beachten, um einen Import juristisch einwandfrei abzuwickeln. So dürfen Weine nur dann importiert werden, wenn der Verzehr nicht die Gesundheit schädigt. Außerdem ist die Einhaltung der Vorschriften der Europäischen Union zwingend notwendig, wenn es zum Beispiel darum geht, die vorgeschriebene Aufmachung und Bezeichnung einzuhalten, falls sie außerhalb aus Europa importiert werden. Weine, welche diesen Merkmalen nicht entsprechen, dürfen weder in den Verkehr gebracht noch eingeführt werden.

Welche Prozesse machen die Einfuhrabfertigung von Wein aus?

Eine Einfuhrabfertigung ist dafür da, um zu prüfen, ob die Erzeugnisse die Einfuhr-Anforderungen erfüllen. Um wirksame Kontrollen sicherzustellen, finden Diese nur an befugten Zollstellen statt. Sofern alle Voraussetzungen eingehalten wurden, bekommen die zu importierenden Weine vom Zoll die Zulassung zur Einfuhr. In manchen Fällen können Weine von der Pflicht der Zulassung auch befreit sein. Dies gilt zum Beispiel für Weine aus den EWR-Staaten oder für Weine, die für Proben in geringen Mengen bestimmt sind. Falls bei Weinen eine Ausnahme von der Pflicht zur Zulassung hinsichtlich der Einfuhr gegeben ist, können Diese bei jeder Zollstelle in ein Zollverfahren überführt werden.

Welche Sorten vom Wein werden wie hoch verzollt?

Das hängt von der Weinsorte oder der Art des “Weinbauerzeugnisses”, sowie dem Ursprungsland ab. Berechnungsgrundlage ist der Rechnungspreis selber. In Deutschland wird im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsstaaten keine Verbrauchersteuer auf Weine erhoben. Wichtig zu wissen ist aber, dass normale Weine gegenüber Schaumweinen und anderen Zwischenerzeugnissen abzugrenzen ist, für die wiederum Verbrauchersteuern anfallen.

Beschränkungen und Verbote im Wein-Import

Alle Weinerzeugnisse sind wahrheitsgemäß zu werben und zu beschriften. Auf dem Etikett dürfen keine Hinweise, Aufmachungen oder sonstige Angaben stehen, die bewusst in die Irre führen sollen, um fälschlicher Weise den Eindruck von nicht gegebener Qualität oder falsche Vorstellungen über die Herkunft zu erwecken.

Der Skandal mit Glykol und dem Wein

Als unvergessen und als Negativbeispiel, wenn es um Verbote beim Import von Weinen geht, gilt der Glykolwein-Skandal in den achtziger Jahren. Es ist üblich, dass man Weine, dessen Trauben zum Beispiel wegen zu wenig Sonnenschein nicht reif genug sind, aufzuckern konnte. So konnte der Mangel der Süße ausgeglichen werden. Das ist bis dato nichts ungewöhnliches. Einige österreichische Winzer hatten Weine jedoch anstelle von Zucker zusätzlich noch mit Diethylengkykol versetzt, einem Bestandteil in Frostschutzmitteln. Effektiv waren diese Weine sensorisch süßer und aromatischer. Zudem kommt noch hinzu, dass diese Prozedur auch bei Qualitätsweinen vollzogen wurde, was nach österreichischem Weinrecht nicht zulässig war. Diese Weinverfälschung wurde ans Tageslicht befördert, als ein Winzer große Mengen von Frostschutzmitteln steuerlich geltend machen wollte. Jedoch besaß er “nur” einen kleinen Traktor. Dieser Umstand ließ die Skepsis weiter wachsen. Die betroffenen Winzer wurden zum Teil zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt und die mediale Presse-Schelte ruinierte vor allem den Ruf des österreichischen Weinbaus. In der Folge kam der Weinexport in Österreich sogar fast vollständig zum Erliegen.

Wir hoffen, dass wir mithilfe dieses Artikels Ihr Hintergrundwissen ein bisschen erweitern konnten. Sie haben Fragen zu unseren Weinen? Prima! Sprechen Sie uns an!

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